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15.07.2019

Marktordnung Tiermarkt

Stand: 02.07.2018
Marktordnung
für den Düstermühlen-Markt am 26. und 27.08.2018 in Legden

Ansprechpartner:
Veranstalter:
Düstermühlenmarkt UG & Co. KG,
Herrn Christoph Hülsken und Frau Brigitta Hülsken, Wehr 154, 48739 Legden, Tel.: 02566/3204

Verantwortliche Personen:
Bernhard und Christoph Hülsken, Wehr 154, 48739 Legden, Tel:02566/3204

Behörden:
Kreis Borken, Fachbereich Tiere und Lebensmittel, Tel.: 02861/82-1003
Gemeinde Legden, Ordnungsamt, Herr Wittmund, 02566/910228

I. Allgemeine Bestimmungen:
1. Es dürfen nur folgende Tiere angeboten werden:
- Geflügel, Vögel, Kleinsäuger, Hunde, Katzen, Pferde, Schafe, Ziegen und Fische
Der Verkauf von anderen Tierarten ist vor Beginn des Marktes mit dem Fachbereich Tiere und Lebensmittel abzusprechen.

2. Tiere dürfen nur auf dem dafür vorgesehenen Marktgelände angeboten werden.

3. Die Auftriebszeit für Tiere ist am Sonntag, den 26.08.2018, von 07.00 – 9.00 Uhr und, am Montag, den 27.08.2018, von 06.00 – 09.00 Uhr. Vorheriger oder anschließender Auftrieb wird nicht gestattet und kann einen sofortigen Ausschluss vom Markt nach sich ziehen. Die Marktzeit endet am Sonntag den 26.08.2018 um
18:00 Uhr und am Montag dem 27.08.2018 um 16:00 Uhr.

4. Jedem Anbieter steht nur der zugewiesene Platz zur Verfügung.

5. Jeder Anbieter hat für einen geeigneten Witterungsschutz (insb. auch bei Sonneneinstrahlung oder Regenwetter) für seine Tiere zu sorgen.

6. Jeder Stand muss mit einem gut sicht- und lesbaren Schild mit Name und Adresse des Anbieters versehen sein.

7. Alle Anbieter müssen die für ihre Tiere erforderlichen Kenntnisse der tierseuchen-, tierschutz- und artenschutzrechtlichen Bestimmungen besitzen.
Alle gewerbsmäßigen Anbieter müssen ihre Händlererlaubnis (§11 Tierschutzgesetz) vorweisen.

8. Die angebotenen Tiere müssen sich im Besitz des Anbieters befinden. Sofern ein Verkauf im Auftrag eines Dritten erfolgen soll, ist eine schriftliche Beauftragung unter Angabe des Eigentümers der Identität und der Herkunft der
Tiere vorzulegen.

9. Für Tiere aus anderen EG-Staaten müssen tierärztliche bzw. amtstierärztliche Gesundheitsbescheinigungen gemäß Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung
vorgelegt werden.

10. Anzeichen, die auf das Auftreten einer Tierseuche hindeuten, sind unverzüglich
der Börsenleitung zu melden.

11. Kranke oder krankheitsverdächtige Tiere sowie Tiere in schlechtem Pflegezustand
dürfen nicht angeboten werden. Akut erkrankte Tiere sind abzusondern und
erforderlichenfalls zu behandeln.

12. Das Anbieten von noch nicht entwöhnten Jungtieren, oder von Tieren, die noch
nicht selbstständig Futter und Trank aufnehmen können (z.B. Babymäuse oder
Babyratten) ist verboten.

13. Wirbeltiere dürfen ohne (schriftliche) Einwilligung der Erziehungsberechtigten
nicht an Kinder oder Jugendliche unter 16 Jahren abgegeben oder von diesen
angeboten werden.

14. Von dem Anbieter, der gewerbsmäßig mit Wirbeltieren (außer landwirtschaftlichen
Nutztieren) handelt, müssen bei der erstmaligen Abgabe eines Wirbeltieres einer
bestimmten Art, an den jeweiligen künftigen Tierhalter schriftliche Informationen
über die wesentlichen Bedürfnisse des Tieres, insbesondere im Hinblick auf seine
angemessene Ernährung und Pflege, sowie verhaltensgerechten Unterbringung und
artgemäßen Bewegung, übergeben werden.

15. Artengeschützte Tiere dürfen nur unter Einhaltung der artenschutzrechtlichen
Bestimmungen angeboten werden (Kennzeichnung und Vermarktungsgenehmigung
(„CITES“) für Anhang A-Tiere; Kennzeichnung und sonstiger
Nachweis für alle anderen artengeschützten Tiere).

16. Die Tiere (außer Geflügel, hierzu siehe Punkt 9 der Anlage IV) sind sofort nach dem Auftrieb aus dem Transportmittel zu entladen, sofern die Bedingungen entsprechend eines Verkaufstandes nicht eingehalten werden können.
Bei starker Sonneneinstrahlung und hohen Außentemperaturen ist die Haltung von Tieren in abgestellten Fahrzeugen verboten.

17. Das Anbieten von Tieren aus den Transportbehältern heraus ist verboten.
Stand: 02.07.2018

18. Beim Transport der Tiere sind die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes, der Tierschutztransportverordnung sowie der Verordnung (EG) 1/2005 des Rates über den Schutz von Tieren beim Transport und den damit zusammenhängenden
Vorgängen zu beachten. Hunde und Katzen sind in Behältnissen zu transportieren,
die an die Größe der Tiere angepasst sind.

19. Es dürfen nur etwa gleich große, untereinander verträgliche Tiere zusammen in
einem Käfig untergebracht werden.

20. Die Käfige müssen mindestens in Tischhöhe (70 cm über dem Boden) aufgestellt sein. (Ausnahmen nur in bestimmten Fällen, z.B. größeres landwirtschaftliches
Nutzgeflügel)

21. Die Verkaufskäfige/-behältnisse dürfen keine Verletzungsgefahr aufweisen. Sie
müssen aus gesundheitsunschädlichem Material, ausbruchsicher und ausreichend
stabil sein, sauber sowie bei wiederholter Verwendung vor der Verwendung
gereinigt und desinfiziert worden sein, ausreichende Belüftungsmöglichkeiten
sowie einen dichten Boden (ggf. Kotauffangwanne) aufweisen, mit geeigneter sauberer Einstreu versehen und ausreichend groß bemessen sein; sie sollen möglichst nur von einer Seite einsehbar sein. Beklopfen oder Schütteln der
Behältnisse oder ähnliche Handlungen, durch die die Tiere beunruhigt werden, sind zu unterlassen. Tiere dürfen nur durch den Anbieter und nur aus triftigem Grund aus den Behältnissen herausgenommen werden. Die Behältnisse sind gegen
unbefugtes oder unbeaufsichtigtes Öffnen zu sichern.

22. Die angebotenen Tiere müssen durch den Anbieter selbst oder eine von ihm beauftragte Person ständig beaufsichtigt werden.

23. Den Vögeln, Kleinsäugern, Hunden, Katzen muss ständig, Pferden, Schafen, Ziegen und Geflügel mehrmals täglich Wasser zur Verfügung stehen, Futter muss ständig oder in angemessenen Abständen angeboten werden. Die Behälter sind
sauber zu halten.

24. Für sämtliche Schäden und Folgeschäden durch Tiere während des Marktes haftet ausschließlich deren Besitzer.
Ausübung des Hausrechts durch den Veranstalter/ die verantwortliche Person.
Der Veranstalter/die verantwortliche Person und die Personen der Aufsichtsbehörde
sind gegenüber Anbietern, Besuchern und Käufern weisungsbefugt. Sie können bei
Zuwiderhandlungen gegen die Marktordnung und die dazu ergangenen mündlichen
Anordnungen Personen vom Markt ausschließen. Bei schwerwiegenden Verstößen
und-/ oder im Wiederholungsfall kann ein Anbieter oder Besucher zeitlich begrenzt
oder dauerhaft von der Teilnahme an weiteren Börsen ausgeschlossen werden.
Stand: 02.07.2018

II) Zusätzliche besondere Bestimmungen für das Anbieten von Pferden,
Schafen und Ziegen:

1. Pferde und andere Equiden (Ponys, Esel) dürfen nur mit Equidenpass angeboten
werden.
Der Equidenpass muss vollständig ausgefüllt sein, incl. Diagramm (gilt nur für
registrierte Equiden), aktueller Besitzer, Arzneimittelanhang.
Alle nach dem 01.07.2009 geborenen Equiden sind mit einem Transponder gem.
Iso Norm 11784 zu kennzeichnen.

2. Pferde und anderen Equiden, sowie Schafe und Ziegen dürfen nur während der
Auftriebszeit nach amtstierärztlicher Gesundheitskontrolle auf den Markt verbracht
werden.

3. Schafe und Ziegen müssen gemäß Viehverkehrsverordnung mit amtlichen Ohrmarken gekennzeichnet sein. Schafe und Ziegen, die ab dem 1. Januar 2010 geboren wurden, müssen mit einem elektronischen Kennzeichen und einem
herkömmlichen Kennzeichen gekennzeichnet werden (1 elektronische Ohrmarke + eine tierindividuelle herkömmliche Ohrmarke). Des Weiteren muss ein Begleitpapier, aus dem der Name und die Anschrift des Tierhalters, sowie die
Betriebsregistriernummer, die Gesamtzahl der verbrachten Schafe und Ziegen, das
Transportmittel, das Verbringungsdatum und der Bestimmungsbetrieb, inklusive
Registriernummer und Anschrift hervorgehen, mitgeführt werden. Das Begleitpapier ist vom Tierhalter auszufüllen und an den Käufer abzugeben.

4. Tiere im letzten Drittel der Trächtigkeit dürfen nicht mehr auf den Markt gebracht
werden.

5. Stuten mit Fohlen unter 4 Monaten sowie Schafe und Ziegen mit Lämmern unter
14 Tagen dürfen nicht angeboten werden.

6. Eine Anbindung der Pferde und Esel ist nur mit einem sog. Panikhaken und an
einem für das Tier geeigneten Halfter zulässig.

7. Wollschafe dürfen nur nach erfolgter Schur angeboten werden.
Stand: 02.07.2018

III) Zusätzliche besondere Bestimmungen für das Anbieten von Hunden und Katzen
1. Hunde und Katzen unter 15 Wochen dürfen nicht angeboten werden.
2. Hunde und Katzen müssen unter einem wirksamen Impfschutz (mindestens 21
Tage alt) gegen Tollwut stehen. Die Dauer des Impfschutzes richtet sich nach den
Angaben des Impfstoffherstellers. Die Impfung ist durch eine tierärztliche
Bescheinigung nachzuweisen. Aus der Bescheinigung muss hervorgehen:
- Name und Anschrift des Tierbesitzers
- Rasse und Geschlecht des Tieres, Mikrochipnummer sowie die Farbe, die Art und Zeichnung des Felles

3. Als tierärztliche Bescheinigung gilt auch ein entsprechender Eintrag im Impfpass /
Heimtierausweis.

4. Hunde müssen zusätzlich einen aktiven Impfschutz (min. 14 Tage, höchstens 1
Jahr alt) gegen Staupe und Parvovirose oder eine höchstens fünf Tage alte passive
Imunisierung gegen Staupe und Parvovirose (z.B. Stagloban SHP) aufweisen.

5. Hunde, die mindestens 40cm groß oder 20kg schwer sind oder diese im Erwachsenenalter erreichen werden, müssen gemäß § 11 Abs. 2 Landeshundegesetz gechipt sein.

6. Katzen müssen zusätzlich einen wirksamen Impfschutz gegen Katzenschnupfen
und Katzenseuche aufweisen.

7. Bei Einfuhren von Hunden, Katzen und Frettchen aus EU-Mitgliedstaaten ist der
EU-Heimtierausweis mitzuführen. Zusätzlich müssen gewerbsmäßige Händler
mindestens eine Kopie der zugehörigen EU-Gesundheitsbescheinigung mitführen.
Stand: 02.07.2018

IV) Zusätzliche besondere Bestimmungen für das Anbieten von Vögeln und Geflügel

1. Geflügel (Wachteln, Fasane, Hühner, Truthühner, Enten, Gänse, Perlhühner,
Rebhühner etc.) darf auf den Markt nur verbracht werden, wenn es von einer
tierärztlichen Bescheinigung begleitet ist, dass die Tiere längstens fünf Tage vor
der Veranstaltung im Bestand klinisch tierärztlich untersucht worden sind.
Wassergeflügel (Enten und Gänse) müssen zusätzlich
- von einem negativen längstens sieben Tage alten Untersuchungsergebnis der
virologischen Untersuchung von Kloaken-/Rachentupfern auf Aviäres
Influenzavirus oder
- von einer Bestätigung des zuständigen Veterinäramtes über die gemeinsame
Haltung von Wassergeflügel mit Hühnern oder Puten (Sentinel-Tierhaltung)
begleitet sein.
Die Bescheinigung /Untersuchungsergebnisse sind beim Einlass auf das
Marktgelände zur Kontrolle vorzulegen.

2. Hühner und Truthühner dürfen nur auf den Markt verbracht werden, wenn sie von
einer tierärztlichen Bescheinigung begleitet sind, aus der hervorgeht, dass der
Herkunftsbestand der Tiere, im Falle von Eintagsküken der Elterntierbestand,
regelmäßig entsprechend den Empfehlungen des Impfstoffherstellers gegen die
Newcastle- Krankheit geimpft worden sind.
Aus der Bescheinigung muss zu ersehen sein:
- Datum und Art der Impfung des Bestandes,
- Zahl, Art, Rasse und ungefähres Alter der geimpften Tiere und soweit
vorhanden die Kennzeichnung (Flügelmarke, Fußring) der Tiere,
- Hersteller und Chargen-Bezeichnung des verwendeten Impfstoffs.

3. Wer Geflügel hält, hat ein Register zu führen, in welches im Falle des Abganges
von Geflügel Name und Anschrift des künftigen Tierhalters, das Datum des
Abganges sowie die Anzahl und Art des Geflügels einzutragen sind.

In Kooperation mit:




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